Künstlerkolonie Willingshausen
von Bernd Küster
Willingshausen in der hessischen Schwalm gehört zu den ältesten und traditionsreichsten Künstlerkolonien in Deutschland und wurde seit 1814 für mehr als 150 Jahre regelmäßig von Malern zu Studien aufgesucht. Zunächst galt das bevorzugte Interesse ganz der besonderen Trachtenkultur in diesem ländlichen Raum, ab 1850 vermehrt den Schilderungen des Lebens auf dem Lande. Über die Genremalerei wurde die Landschaft als Motivwelt aufgewertet und führte um 1900 und im Anbruch der Moderne noch einmal zu einer Belebung des Malerdorfes, das bis zum Ersten Weltkrieg wie kein zweites alle Entwicklungen der deutschen Kunst - von der Romantik über den Realismus zum Impressionismus - miterlebte.
Schriftenreihe der C. H. Schmitt-Stiftung
Schwälmer Kultur nach 1945
von Michael Temme
Auszug aus dem Geleitwort des Stifters Carl H. Schmitt:
Mit dem vorliegenden Band "Kulturelles Erbe der Schwalm nach 1945" eröffnet unsere 2005 gegründete Stiftung ihre Schriftenreihe, die mit einem Stipendium in Ziegenhain verbunden ist. Als erster Wissenschaftler musste Herr Michael Temme Basisarbeit leisten und die Grundlage für alle kommenden Kollegen schaffen. ...
Die Mitglieder des Kuratoriums haben beratend und fördernd der Arbeit zur Seite gestanden, die darauf bedacht war, eine Bilanz über die kulturellen Erscheinungsformen nach 1945 in der Schwalm zu ziehen, als es vornehmlich darum ging, unter Wahrung vieler Traditionen den Weg in eine neue historische Epoche zu finden und neues kulturelles Leben zu begründen. Allen Lesern möge der vorliegende Band einen Einblick in die Vielfalt und die Entwicklungen des kulturellen Lebens in der Schwalm geben.
Die Schwälmer Tracht -
historische Entwicklung und soziale Bedeutung
von Ingo Gabor
Auszug aus dem Vorwort:
Im Oktober 2008 wurde in St. Peter im Schwarzwald die Schwälmer Tracht vom Deutschen Trachtenverband zur "Tracht des Jahres 2009" gewählt.
Die Schwälmer Tracht ist die malerischste und bis heute wohl bekannteste Volkstracht in dem ohnehin schon immer zu den eindrucksvollsten Trachtenlandschaften Deutschlands zählenden Hessen.
Bekannt gemacht haben die Schwälmer Tracht in erster Linie die Willingshäuser Künstler. Gerade den frühen Vertretern ging es darum, die von ihnen als etwas Besonderes empfundene Schwälmer Tracht originalgetreu abzubilden.
...
Diese Zusammenhänge und die Bandbreite der Schwälmer Tracht werden in der vorliegenden Studie auf der Grundlage der bisherigen, zum Teil nur schwer zugänglichen Literatur, für die an der Schwälmer Tracht interessierten Leser dargestellt.
Die Schwälmer Tracht in der bildenden Kunst
Auszug aus dem Vorwort von Helmut Geißel,
Vorsitzender der Vereinigung Malerstübchen Willingshausen e. V.
Die Landschaft der Schwalm, ihre Menschen und insbesondere ihre Trachten, haben Willingshausen durch die vielen Maler von den Akademien in Düsseldorf und Dresden zum Malerdorf werden lassen. Carl Bantzer und seine Malerkollegen, die 1930 den Verein "Malerstübchen" gegründet haben, hätten heute ihre Freude an der weltweiten Beachtung der Schwälmer Kunst und Kultur.
Die Trachten, in den Bildern von Gerhardt von Reutern, Ludwig Emil Grimm und den nachfolgenden Künstlern bis in die Zeit um 1950, werden in ihrer Entwicklung in dieser Publikation umfassend vorgestellt. ...
Die Willingshäuser Hefte
Preise:
Heft 1 - Carl Bantzer - Studien = 2,50 €
Heft 2 - Adolf Lins = 5 €
Heft 3 - Wilhelm Thielmann = 5 €
Heft 4 - Gerhardt von Reutern = 5 €
Heft 5 - Ludwig Knaus = 6 €
Heft 6 - Heinrich Otto = 6 €
Heft 7 - Hugo Mühlig in Hessen = 6 €
Heft 8 - Henriette Schmitt-Bonn = 6 €
Heft 9 - Karl Hanusch = 6 €
Heft 10 - Hermann Kätelhön = 8 €














